Der alte Maler, Martin Ziegelmüller
Der alte Maler, Martin Ziegelmüller
Der alte Maler, Martin Ziegelmüller
Der alte Maler, Martin Ziegelmüller
Der alte Maler, Martin Ziegelmüller
Der alte Maler, Martin Ziegelmüller
Der alte Maler, Martin Ziegelmüller
Der alte Maler, Martin Ziegelmüller

Die Notizen Ziegelmüllers, von Hand auf lose Blätter geschrieben und in einem Ordner gesammelt, sind in eben dieser Weise eine Fortsetzung der Atelier-Arbeit. Die Notizen sind eine Denk-Werkstatt; die gesammelten Texte sind ein Merkbuch im doppelten Sinne: Sie schärfen die Aufmerksamkeit und halten fest, was die Erfahrung weitertreibt. So spontan die Texte entstehen als Reflexion der Arbeit an der Staffelei, so sehr ist es dem Künstler wichtig, die Notate immer wieder zu überarbeiten und zu ergänzen. Derart ergibt sich eine (selbstkritische) Wechselwirkung: Hat er etwas schriftlich, also auch gedanklich erfasst, geht er wieder ins Atelier und schaut sich seine Bilder mit neuen Augen an, manchmal gleich am nächsten Tag, manchmal Wochen oder gar Jahre später.
Ziegelmüller ist ein begeisterter Schreiber, der das Handwerk auch in diesen Belangen beherrscht. Er ist angetrieben von seiner Diskussionslust, deshalb liebt er klare Formulierungen. Aber er liebt es auch, gewissermassen malerisch, Tönungen und Nuancen herauszuarbeiten.

Das Apodiktische, das da und dort aufscheint, ist nichts anderes als der Versuch der Vergewisserung, nämlich Fragen und Zweifel nicht einfach beiseite zu wischen. Und das geschieht bei Ziegelmüller mit einer Energie und einem Temperament, die sich auch in seiner Malerei finden. Dabei ist die ständige Reflexion, sind auch Wiederholungen ein wichtiges Moment dieses Grübelns. Das wiederum schliesst eine durchaus erfrischende Direktheit nicht aus.

aus dem Vorwort von Konrad Tobler

PRESSE: Der Bund vom 1.3.2019 // Bieler Tagblatt vom 1.3.2019

Website Martin Ziegelmüller
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